Herbst an Unbekannt

Der Herbst kommt in vielen Farben,
Doch grau und grau seh' ich sie nur.
Die Sonne, so hoch und erhaben,
Jedoch von Wärme keine Spur.

Fern von zuhaus geh ich durchs Feld,
Sehne mich heim nach meinem Stall.
So leer und einsam diese Welt,
Ein Vogel tönt wie Donnerhall.

Wenn Du liest wirst Du nicht wissen
Dass ich für Dich schrieb dies Gedicht.
Ich werde Dich weiter missen.
Du fehlst mir so und weißt es nicht,

Der Wind trägt Deinen Duft zu mir,
So vertraut und nun doch so fremd...
Dein Bild trag ich im Herz umher,
Doch niemand Deinen Namen kennt.

Ein Geheimnis meines Lebens,
Welches mein Geist so lang schon trägt,
Du, jenes Ziel all meinen Strebens,
Du, für Dich mein Herz nur schlägt.

Der Herbst läutet ein Ende ein,
Der Winter steht schon kurz bevor.
Tief atme Deinen Duft ich ein,
Und Deine Stimme dringt ans Ohr.

Wenn wir uns seh'n ist alles gut,
Meine Laune kann nichts trüben.
Der größte Ärger, größte Wut,
Nichts ist je davon geblieben.

Herbst an Unbekannt, so sag ich,
Denn ich hab Dich doch so vermisst,
Doch eines weiß ich sicherlich:
Nicht einmal Du weißt, wer Du bist.


Geschrieben von Björn "Islaender" Steinert, 2005