Ode an das Pferd

Es ist ein gar vortrefflich' Wesen,
Ein Geschöpf ganz ohne Gleichen.
Ob sie auf grünen Wiesen äsen,
Oder wilden Feinden weichen,
Ihr Anblick ist so wunderbar,
Ihr Schönheit so bewegend.
Ich liebe sie mit Haut und Haar
, Ihre Nähe - so anregend.

Als König der Tiere wird Löwe genannt,
So geht ein alter, weiser Spruch.
Doch weis' ich dies' alles von der Hand,
Denn schon allein der Geruch
Des Pferdes den Gedanken verdrängt,
Denn dieser lässt mein Herz erbeben,
Die Möglichkeit, dass irgend jemand denkt
Es könnt was Schön'res geben.

Die Konkurrenz des Löwen muss es nicht scheu'n,
Daran gibt es weder Zweifel noch Zagen.
Gleich ihm kann es doch jene erfreu'n,
Die es denn wohl wagen
Ihm Platz in ihrem Herzen zu geben,
Ohne Scheu mit ihm zu leben.
Nur wer es liebet, achtet und ehret,
Dem sei es fortan nicht verwehret
Mit seinem Feuer aufzutau'n
und einmal ins Paradies zu schau'n


Geschrieben von Björn "Islaender" Steinert, 2001