Sehnsucht

Was man hat, das hat man.
Was man nicht hat, hat man nicht.
Was man will, das braucht man,
Doch immer hat man's nicht.

Was man will, begehrt man.
Was man hasst, das will man nicht.
Nach Manchem sehnt man sich so lang,
Dass man daran zerbricht.

Das Paradies vor Augen,
Doch die Hölle in der Hand.
Man möchte es nicht glauben,
Schlägt den Kopf an eine Wand.

Der Schmerz, er ist so süß und rein,
Er holt mich stets zurück
Aus meiner Welt von Trug und Schein,
Und dennoch voller Glück.

Träume sind Schäume, sagt man sich,
Wie toll und klug das klingt!
Doch mehr als Träume hab ich nicht,
In denen ich gern versink'

Habe viel gedacht, getan,
Vieles hab ich erreicht.
Doch denk' ich bei mir jede Nacht,
Dass es wohl niemals reicht.


Geschrieben von Björn "Islaender" Steinert, 2004